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PRESSEMITTEILUNG DER GPP ZUM THEMA ASYLBEWERBER vom April 2013

Wir sind nach wie vor für die Aufnahme von Asylbewerbern in unserem Ort, allerdings nicht in einer Großunterkunft, sondern in einzelnen, dezentralen Wohneinheiten. Nur so kann in unseren Augen eine humanitäre und menschenwürdige Unterbringung sowie die Integration dieser traumatisierten Menschen in unsere Gesellschaft und unser Gemeindeleben gewährleistet werden.

Selbst der paritätische Wohlfahrtsverband Bayern rät bei Familien mit minderjährigen Kindern von einer derartigen Unterbringung ab, da sich das gesamte Familienleben in einem Raum abspielt. Das heißt essen, schlafen, spielen, Hausaufgaben machen ohne eine Privat- und Intimsphäre, weder für Eltern noch für Kinder. Die Folgen für die Kinder sind nur unschwer auszumalen. Sie leiden unter ständiger Reizüberflutung, Schlafstörungen und Schlafdefizit, mit negativen Auswirkungen auf die Schule sowie ihre körperliche und psychische Entwicklung.

Der vom Landratsamt vorgeschlagene, nicht wie irrtümlich immer wieder berichtet von Bürgermeister Klostermeier ausgehandelte, Kompromiss einer Unterbringung von „nur“ 60 Asylbewerbern (anstatt 120) auf dem landkreiseigenen Grundstück in Putzbrunn zusätzlich zu den ca. 12-15 Asylbewerbern, die ins ehemalige Pfarrhaus einziehen werden, hat einzig und allein den Hintergrund, dass dem Landratsamt dadurch Personalkosten von der Regierung von Oberbayern erstattet werden. Es wird aber nicht daran gedacht, welche Folgen eine derartige Unterbringung für die betroffenen Personen bedeutet.

Wir nehmen auch Abstand davon nur Familien in Putzbrunn als Asylbewerber aufzunehmen. Wir stehen auf dem Standpunkt jeder, egal ob Alleinstehend, egal welches Geschlecht, egal welche Religion, egal welche Hautfarbe, soll, wenn er in seinem Heimatland politisch oder religiös verfolgt wird, Asyl in unserem Land bekommen. Dies sind wir unseren christlichen Werten schuldig.

Wir können aber auch in gewissem Maße die Haltung des Landratsamtes verstehen, da es die bayerische Staatsregierung bis dato versäumt hat, für einedezentrale Unterbringung eine rechtliche Grundlage zu schaffen. Mit der Forderung auf dezentrale Unterbringung stehen wir grundsätzlich nicht alleine da. Bayernweit kämpft unter anderem die SPD und die Grünen für die Unterbringung in kleinen, dezentralen Gruppen. Da wundern wir uns schon, wenn gerade die Vertreter dieser Parteien in Putzbrunn andere Ziele verfolgen. Wenn nur jede der 29 Landkreisgemeinden zehn Asylbewerber aufnehmen würde, und dies dürfte wohl jeder Gemeinde möglich sein, dann wäre das Problem sehr schnell gelöst. Dies scheint aber bei einigen Kommunen politisch nicht gewollt. Das können wir so nicht akzeptieren.

Auch akzeptieren wir nicht, dass sich politische Parteien oder Bürger aus anderen Gemeinden (noch dazu aus Gemeinden, die keine Asylbewerber aufnehmen) in die Belange Putzbrunns einmischen. Der Putzbrunner Gemeinderat oder politische Gruppierungen aus Putzbrunn haben sich in der Vergangenheit auch nicht in die Probleme benachbarter Gemeinden eingebracht, wir fordern diese Personen auf, ihre polemische Stimmungsmache unverzüglich zu beenden. Diese Gemeinden werden Putzbrunn bei den vermutlich entstehenden Folgekosten wohl eher auch nicht unterstützen.