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Flurstraße - was nun?

September 2022

Seit gut zwei Jahren ist die Flurstraße bereits für den Durchgangsverkehr gesperrt, lediglich Anlieger dürfen die Straße befahren. Grund dafür ist der schlechte Zustand der Straße und die damit verbundene Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde. Grund für den schlechten Zustand der Straße ist zum einen der fehlende Unterbau der Straße und zum anderen wurde bei den Verlegearbeiten des Kabelnetzes in Oedenstockach die Straße nicht wieder ordnungsgemäß hergestellt. Aber auch der Bau der landwirtschaftlichen Halle hinterließ Spuren an der Straße durch den Schwerlastverkehr. In zahlreichen Sitzungen und auch bei einem Vorort-Termin hat sich der Gemeinderat mit der Problematik beschäftigt. Jetzt kommt endlich Bewegung in das Thema. In der Gemeinderatssitzung am 31. Mai 2022 fasste das Gremium einige Beschlüsse, die jetzt seitens der Verwaltung in der Umsetzung sind.

Natürlich wollen die Einwohner Oedenstockachs die Straße behalten. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass die Straße trotz desVerkehrsschilds „Durchfahrt verboten“ ständig befahren wird (dies ist übrigens eine Ordnungswidrigkeit und wird mit 50 Euro bestraft). Demnach war eine komplette Sperrung und ein damit verbundener Rückbau der Straße keine Option.

Ein zweispuriger Ausbau der Straße ist leider nicht möglich, da sie zu schmal ist und ein zusätzlicher Grunderwerb (ca. 940 m2) absolut nicht möglich ist. Dementsprechend kann an den Rändern der Straße auch kein ordnungsgemäßes Straßenbankett erstellt werden. Außerdem birgt das Einbiegen in die Münchner Straße (ST2079) ein erhebliches Gefahrenpotential, erstens für den Autofahrer selbst, wenn Autos z.B. im Überholvorgang auf ST2079 sind und zweitens für Radfahrer am schwer einsehbaren Radweg. Deswegen beantragten die Fraktionen der FWG/FDP und der GPP die Straße als Einbahnstraße ortseinwärts zu beschildern. Dies wurde mit 11:10 Stimmen im Gremium angenommen.

Einstimmig wurde beschlossen, dass die Straße mittels dem DSK-Verfahren saniert wird. Hierbei wird der Untergrund ausgebessert und dann eine Asphaltschicht im Kaltverfahren aufgetragen. Dieses Verfahren ist günstig, benötigt wenig Zeit und ist mittlerweile geschehen.

Zum Schutz der Radfahrer und Fußgänger beantragten beide Fraktionen die Flurstraße zur Fahrradstraße zu machen, gleichzeitig aber für den Kfz-Verkehr freizugeben. Dies bedeutet, es gilt automatisch 30 kmh und Fahrradfahrer haben Vorrang. Das Problem an der Flurstraße ist der fehlende Geh- und Radweg sowie keine Beleuchtung. Gerade im Herbst und Winter bei trübem Wetter sind diese Verkehrsteilnehmer einem größeren Risiko ausgesetzt. Dieser Antrag wurde mit 12:9 Stimmen angenommen.

Zum Schluss beantragten beide Fraktionen noch ein Durchfahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 t und eine Freigabe für den landwirtschaftlichen Verkehr (natürlich unter Einhaltung der Einbahnstraßenregelung). Diesem Antrag wurde mit 20:1 Stimmen zugestimmt.

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